GRB – Gesellschaft für Risikomanagement mbH
 
 

Klinik-Experten schauen über den Tellerrand

Jubiläumskongress der GRB Gesellschaft für Risiko-Beratung gibt Einblicke in das Risikomanagement unterschiedlicher Branchen

Frankfurt/Detmold (ecc). Messwerte und Standards, Prozesse und letztendlich der „Faktor Mensch“ – Risikomanagement baut vor allem auf diesen Punkten auf, quer durch unterschiedlichste Branchen. Das ist beim Jubiläumskongress anlässlich des 25-jährigen Bestehens der GRB Gesellschaft für Risiko-Beratung (GRB) sehr deutlich geworden.
 

Im Frankfurter Agaplesion Markus Krankenhaus trafen sich aus diesem Anlass rund 200 Krankenhaus-Managerinnen und -manager, um gemeinsam einen Blick über den Tellerrand zu werfen. „Risikomanagement cross-business“ war das Thema: Wie gehen andere Branchen und Wirtschaftszweige mit potenziellen Gefahren um? Der Geschäftsführer der GRB, Dr. Peter Gausmann, hatte das Thema ausgearbeitet, die Referenten eingeladen und übernahm selbst die Moderation.
 

Risikomanagement und Risikoberatung seien auch aus Sicht des Versicherungsmaklers Ecclesia Gruppe nicht nur Themen des Gesundheitswesens, sondern auch in anderen Branchen von großer Bedeutung, unterstrich Dr. Stefan Ziegler, Holdinggeschäftsführer der Ecclesia Gruppe. Die Gesellschaft für Risiko-Beratung unterstütze hier den Auftrag des Maklers mit ihrem Expertenwissen. „Wir sind stolz darauf, mit der GRB ein Alleinstellungsmerkmal in diesem Feld zu haben.“
 

Dabei vertraten die Referentinnen und Referenten des Jubiläumskongresses ein Spektrum, das von der Kranbranche über Fleischverarbeitung und Trinkwasserversorgung bis hin zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk reichte. Entsprechend vielfältig waren die beschriebenen Risiken – und die Wege, um die Gefahren beherrschen zu können.
 

Engmaschige Kontrolle, hohe Standards und regulatorische Vorgaben prägen beispielsweise die fleischverarbeitende Industrie, in die der Osnabrücker Unternehmer Georg Hein Einblicke gab. Sie hat vielfältige Problemstellungen: Hygiene und Lebensmittelsicherheit müssen sichergestellt werden, genauso aber auch Produkt-Deklarationen oder die permanent gleiche Zusammensetzung der Produkte. Die Aufsichtsbehörden seien wöchentlich in dem Unternehmen präsent, zudem gebe es unangekündigte Audits. Regelmäßig werde ferner die Einhaltung international festgeschriebener Standards geprüft, berichtete er.
 

Grenzwerte spielen die entscheidende Rolle in der Kontrolle eines der sichersten Lebensmittel überhaupt, des Trinkwassers. Sie werden in Deutschland zu mehr als 99 Prozent eingehalten, berichtete Bettina Rickert vom Umweltbundesamt. Stärker in den Mittelpunkt rückten daneben mittlerweile aber Risikomanagementsysteme, die auf die Prozess-Steuerung abzielten. In diesem Zusammenhang überlegen die Wasserversorger bereits jetzt, wie künftige Risiken in den Blick genommen werden müssen. Ein Beispiel dafür ist eine zu erwartende Mehrbelastung durch Arzneimittelrückstände im Grundwasser – ganz einfach, weil die Bevölkerung altert und dadurch mehr Medikamente benötigt.
 

Ebenfalls vom Kunden her, wenn auch eher vom Verhalten des Einzelnen, denkt der Lebensmittelhandel, wenn es um Risikomanagement geht. Das verdeutlichte Dr. Frank Thiedig, Chef des Marketings und der Unternehmenskommunikation der Edeka Minden-Hannover. Die Kundschaft erwarte eine Lebensmittelsicherheit über die gesamte Lieferkette „from stable to table“. Daneben sei auch die Kommunikation mit dem Kunden von großer Bedeutung – nicht zuletzt, um auf falsche Essgewohnheiten, die wahren Risiken in Bezug auf Ernährung, aufmerksam zu machen. Sozialen Medien würden dabei in der Kundenkommunikation immer wichtiger.
 

Kommunikation ist auch für den Hessischen Rundfunk (HR) längst keine Einbahnstraße mehr. Wie Christoph Hammerschmidt, Leiter der Unternehmenskommunikation beim HR, berichtete, hat das auch erhebliche Schattenseiten. So fiel ihm zu, über Kommunikation in der Krise zu berichten. Der HR war der bisher größten Hasskampagne in den sozialen Medien in Deutschland ausgesetzt, weil er eine Doku über die Liebe eines deutschen Mädchens zu einem Flüchtling für den Kinderkanal Kika gedreht hatte. Dabei habe man die Lektion gelernt, dass schnell auf eine solche Kampagne in den sozialen Medien reagiert werden müsse. Darauf müsse man sich vorbereiten, berichtete Hammerschmidt.
 

Im Endeffekt, auch das wurde in den Beiträgen deutlich, spielt der „Faktor Mensch“ im Risikomanagement eine zentrale Rolle – selbst dort, wo Kennzahlen und die monetäre Bewertung von Risiken große Bedeutung haben – im Bankwesen. Darauf wies Dirk Wegener hin, Global Head Corporate Insurance bei der Deutschen Bank. Viel intensiver noch gilt das zum Beispiel für die Kranbranche. Wenn der Kranfahrer auf einer schwierigen Baustelle seine Sicherheits-Checkliste nicht positiv abhaken könne, dürfe er keine Last heben, unterstrich Sabine Baumann-Duvenbeck, Geschäftsführende Gesellschafterin der Viktor Baumann GmbH & Co. KG, einem der größten Unternehmen der Branche.
 

Hier schloss sich für Dr. Markus Horneber, den Vorstandsvorsitzenden der Agaplesion gAG, ein Kreis. „Im Endeffekt handeln immer Menschen. Dabei passieren auch Fehler.“ Das stelle hohe Anforderungen an die Sicherheitskultur, verlange aber auch die unbedingte Disziplin der Mitarbeitenden, Vorgaben einzuhalten.
 

Sei es der Blick auf die Risiken von Morgen, sei es die Bedeutung von Grenzwerten oder der Ansatz, Risikomanagement vom Kunden her zu denken – die Tagung habe viele Erkenntnisse erbracht, zog Dr. Peter Gausmann ein persönliches Resümee. Dabei appellierte er an die Gäste, nicht nur über den Tellerrand zu blicken, sondern die Dinge auch richtig einzuschätzen. „Unsere Kliniken sind sehr sicher. Wir müssen da ein anderes Bild zeichnen.“

 

Zusatz: Die GRB Gesellschaft für Risiko-Beratung mbH (GRB)

Die GRB ist vor 25 Jahren gegründet worden, um die Risikoberatung der Makler der Ecclesia Gruppe mit ihren Dienstleistungen insbesondere für Unternehmen des Gesundheitswesens zu unterstützen. Dr. Peter Gausmann, Geschäftsführer der GRB, dankte in diesem Zusammenhang vor allem Manfred Klocke, dem ehemaligen Holdinggeschäftsführer der Ecclesia Gruppe, der dem Unternehmen GRB großen Spielraum eingeräumt habe. Heute steht die GRB für Beratungskompetenz in den Feldern Patientensicherheit und klinisches Risikomanagement. Rund 1.650 der zeitintensiven Beratungen haben ihre 15 Risikoberaterinnen und -berater bereits durchgeführt, 2.500 Maßnahmen zur Patientensicherheit hat die GRB entwickelt.

 

Über Ecclesia

Mit 217 Mio. Euro Umsatz und über 1.750 Mitarbeitenden ist die Ecclesia Gruppe Deutschlands größter Erstversicherungsmakler für Unternehmen und Institutionen. In der Region Ostwestfalen-Lippe positioniert sich die Gruppe unter den Top 50 der erfolgreichsten Unternehmen. Die Ecclesia Gruppe betreut mit ihrem umfangreichen Dienstleistungsangebot vor allem Kunden aus Kirche, kirchlichen Institutionen, Einrichtungen der Sozial- und Gesundheitswirtschaft sowie Kunden aus dem Bereich Industrie. Das Unternehmen ist in Deutschland unter anderem in Berlin, Hamburg, München, Frankfurt, Köln, Nürnberg und Leipzig präsent. Darüber hinaus ist die Ecclesia Gruppe in sieben weiteren europäischen Ländern vertreten.


 

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